Das erste richtige Projekt zur Jugendweihe...
Es war ein besonderer Tag für Hennes Röseler. Zu seiner Jugendweihe hatte er ein unerwartetes Geschenk erhalten: ein altes, beschädigtes Holzboot. Seine Augen leuchteten auf, als er das Boot zum ersten Mal sah. Es war zwar in einem schlechten Zustand, aber Hennes sah darin eine Chance, seine Leidenschaft für das Bauen und Reparieren auszuleben. Er stand vor der Herausforderung, das Boot wieder fahrbereit zu machen. Er wusste, dass er viel lernen und verschiedene Materialien bearbeiten musste. Tage vergingen beim Abschleifen des Rumpfes. Anschließend wurden Fehlstellen verspachtelt und für eine anschließende GFK-Beschichtung vorbereitet. Mit viel Sorgfalt trug er die Glasfasermatten auf und versiegelte sie mit Harz. Hennes machte sich daran, die mechanischen Stellsysteme zu installieren. Er hatte sich bereits intensiv mit der Technik beschäftigt und wusste, dass dies der Schlüssel war, um das Boot sicher und einfach steuern zu können. Mit viel Geschick und Geduld montierte er die Ruderanlage und die Steuerungselemente.
Hennes entschied sich, seine Freunde einzuladen, um das Boot gemeinsam zu testen. Er wollte den Moment mit den Menschen teilen, die ihm wichtig waren und die ihn während der Restaurierung unterstützt hatten. Seine Freunde waren begeistert von der Idee und kamen schnell. Die erste Fahrt fand auf der Müritz-Elde-Wasserstraße statt und später auch auf dem Schweriner See. Die Gefühle während der Jungfernfahrt sorgten für den Stolz, den man hat, wenn man hart erarbeitete Ziele erreicht und sorgten fortan für die Motivation vieler Projekte. Auf die immer wiederkehrende Frage: "Hast du schon einen Namen?", wurden stets mit "Nö." geantwortet, sodass das Boot kurzum seinen Namen erhalten hatte.
